Der Roman Brennende Ruhr des Berliner Autors Karl Grünberg setzt den proletarischen Kämpfern der Roten Ruhrarmee ein Denkmal. Erzählt wird die fiktive Geschichte des Studenten Ernst Sukrow, der im Jahr 1920 ins Ruhrgebiet kommt. Hier wird er Zeuge der Ereignisse während des Kapp-Putsches und der Kämpfe der Roten Ruhrarmee.

Brennende Ruhr erschien erstmals im Jahr 1928 und wurde sehr gegensätzlich aufgenommen. Einige Zeitgenossen wie Thomas Mann lobten das Erstlingswerk Grünbergs, andere übten harsche Kritik. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Roman verboten und Grünberg als Mitglied der KPD verhaftet und im KZ Sonnenburg inhaftiert. Erst einige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erschien schließlich eine zweite Auflage des Buches.

Zu Beginn des Romans ist der Student Ernst Sukrow auf dem Weg ins Ruhrgebiet. Ziel des idealistischen Sukrow ist es, ebendort im Bergbau zu arbeiten. Im Zug begegnet er dem Bergmann Ruckers, der ihn mit einer Anstellung in der fiktiven Stadt Swertrup lockt. Sukrow und Ruckers verlassen daraufhin gemeinsam den Zug im Bahnhof Oberhausen. Mit der Straßenbahn geht es weiter durch das nächtliche Ruhrgebiet, bis sie schließlich in der Arbeitersiedlung der ebenfalls fiktiven Zeche Hasdrubal I ankommen.

(sm)

Grünberg, Karl: Brennende Ruhr. Ein Roman aus dem Kapp-Putsch. Rudolstadt: Greifenverlag 1928.

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