Mein Arbeitsplatz

ist nicht mein Arbeitsplatz
denn mein
ist ein besitzanzeigendes FĂŒrwort
Arbeit ist
kategorischer Imperativ
und Platz ist
meine Plazierung
zwischen Fragezeichen
und Gedankenstrich
mein Arbeitsplatz
ist nicht mein Arbeitsplatz (S.31)

Die Verfasserin des vorangestellten Gedichts, Liselotte Rauner, wurde 1920 in Bernburg an der Saale geboren und lebte ab 1948 in Wattenscheid. Sie war eine der MitbegrĂŒnderinnen des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt und erhielt 1986 als erste PreistrĂ€gerin den Literaturpreis Ruhr. Ab 1969 war es ihr möglich, als freie Schriftstellerin zu leben. Ihr Werk befasst sich grĂ¶ĂŸtenteils mit dem Arbeitsleben, worin sie immer wieder Partei fĂŒr die Arbeiterschaft ergreift. 1998 grĂŒndete sie die Liselotte-und-Walter-Rauner-Stiftung, um zur Förderung zeitgenössischer Lyrik in NRW beizutragen. 2005 verstarb sie in Bochum. Zu ihren Werken zĂ€hlen unter anderem Der Wechsel ist fĂ€llig (1970), Schleifspuren (1980) und Alles in Bewegung (1990).

(ne)

Rauner, Liselotte: Mein Arbeitsplatz. In: Schrauben haben Rechtsgewinde. Zusammengestellt von Thomas Rother. DĂŒsseldorf: Schwann 1971, S. 31.

https://www.lwl.org/literaturkommission/alex/index.php?id=00000003&letter=R&layout=2&author_id=00001519 (Letzter Aufruf: 14.03.16, 11:31 Uhr)

https://de.wikipedia.org/wiki/Liselotte_Rauner(Letzter Auruf: 14.02.16, 11:33 Uhr)

Leider konnten wir bisher keine Lizenzinhaber*inne zu Liselotte Rauners Werken ausfindig machen und sind daher ĂŒber jeden Hinweis dankbar.

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